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	<title>Weltherrschafts-Blog &#187; google</title>
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	<description>Dinge dieser Welt und der ganze Rest</description>
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		<title>Google Street View: Eine Zumutung namens Ministerin</title>
		<link>http://weltherrschaft.com/blog/2010/04/24/eine-zumutung-namens-ministerin/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Apr 2010 13:18:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich so etwas lese, werde ich meist ungehalten. Ilse Aigner spart nicht an mit deutlichen Worten. Wenn der Internet-Konzern Google nicht schleunigst den Datenschutz verbessert, drohen laut der Ministerin massive Repressalien. Da ist er mal wieder, der geliebte Populismus. Ilse Aigner hat augenscheinlich weder ihre Hausaufgaben gemacht, noch sonst sich wohl jemals mit dem [...]]]></description>
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<p>Wenn ich <a href="http://www.focus.de/digital/internet/verbraucherministerin-aigner-eine-zumutung-namens-google_aid_501695.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.focus.de/digital/internet/verbraucherministerin-aigner-eine-zumutung-namens-google_aid_501695.html?referer=');">so etwas</a> lese, werde ich meist ungehalten.</p>
<blockquote><p><em>Ilse Aigner spart nicht an mit deutlichen Worten. Wenn der Internet-Konzern Google nicht schleunigst den Datenschutz verbessert, drohen laut der Ministerin massive Repressalien.</em></p></blockquote>
<p>Da ist er mal wieder, der geliebte Populismus. Ilse Aigner hat augenscheinlich weder ihre Hausaufgaben gemacht, noch sonst sich wohl jemals mit dem Thema genauer auseinander gesetzt.</p>
<blockquote><p>„Was den Schutz personenbezogener Daten betrifft, lässt Google leider jede Sensibilität vermissen“. Die Informationspolitik des Konzerns bezeichnete die Ministerin als „Zumutung“</p></blockquote>
<p>Google ist im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen (z.B. Facebook) ein leuchtendes Beispiel für Transparenz und Informationspolitik! Ich bin mir sicher, dass Frau Aigner noch niemals auf <a href="https://www.google.com/dashboard/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.google.com/dashboard/?referer=');">https://www.google.com/dashboard/</a> geklickt hat: Dort listet Google explizit ALLE Informationen auf, die Google über einen Benutzer bekannt sind. Man kann einzelne Services anwählen und alle gesammelten Daten löschen, sofern man das mag, z.B. hier: <a id="h3202850-editWebhistory" href="https://www.google.com/history/edit" target="_blank" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.google.com/history/edit?referer=');">Remove items or clear Web History</a>. Daran ist nichts intransparent.</p>
<blockquote><p>Sie verlangt Auskunft darüber, „welche personenbezogenen Daten von Google gespeichert werden, wie sie vernetzt und vermarktet werden“.</p></blockquote>
<p>&#8230; Siehe oben. Google bietet exakt das an. Und wie die Daten vermarktet werden? Google benutzt personenbezogene Daten zur Verbesserung des Targetings kontextsensitiver Ads. Ist kein großes Geheimnis. Und ja, ich bin auch kein Freund von nervender Online-Werbung (deshalb AdBlock Plus), aber ja, ich kriege lieber Werbung für Braun-Rasierer als &#8220;Venus Breeze &#8211; Weck die Göttin in Dir&#8221;. Ich kann es auch verstehen, dass Unternehmen versuchen, ihre Services zu monetarisieren&#8230; That&#8217;s business! Aber wenn ich dann auf einmal wie vom Blitz getroffen feststellen muss, &#8220;dass die ja doch alles Versuchen, um Gewinnmaximierung zu betreiben&#8221;, dann ist das eine späte und naive Erkenntnis.</p>
<p><span id="more-193"></span></p>
<p>An der gesamten Diskussion gibt es vorallem zwei Punkte, die mich besonders stören: Mangelnde Eigenverantwortung und &#8220;Geiz-ist-geil&#8221;-Manier.</p>
<p>Denn wer von sich peinliche Bilder auf Facebook postet, die selbst Freunde beschämend wegblicken lässt, dazu alle Kontaktdaten angibt und Handynummern hinterlegt&#8230; ja, der wird ein Opfer einer perfiden Industrie. Das liegt jedoch nicht am &#8220;bösen Internet&#8221;, sondern an den Menschen, die das Medium missbrauchen. Also warum so ambivalent sein und einerseits alle privatesten Informationen offenlegen und andererseits in Panik zu verfallen, wenn ein Google-Auto droht, die deutschen Gartenzwerge aus über zwei Metern höhe zu fotografieren. Datenschutz fängt nicht bei Google, dem Generalschuldigen für Privacy-Vergehen an, sondern bei der eigenen Person. Muss ein Obi-Mitarbeiter die eigene Postleitzahl wissen? Muss man für alles eine PayBack-Karte benutzen? Braucht man drei Kreditkarten? Sollte man echte Daten bei Facebook angeben? Ist es gut, sich überall im Netz bei Gewinnspielen eintragen? Darüber sollten wir nachdenken &#8211; und nicht gleich hinter jedem Wort mit großem <strong>G</strong> einen Skandal vermuten. Das ist BILD-Niveau und maximal noch für lokalpolitischen Populismus zu gebrauchen. <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0,3672,8056853,00.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.heute.de/ZDFheute/inhalt/21/0_3672_8056853_00.html?referer=');">Google ist (auch moralisch) mehr als nur ein Internet-Riese&#8230;</a></p>
<p>Der andere Punkt ist der Glaube vieler Menschen, dass Sie das Recht hätten, alles kostenlos zu bekommen. Der Markt macht die Gesetze, das ist der Punkt &#8211; und jeder will Google und Youtube und Google Maps, etc. benutzen und freut sich über Produktinnovation&#8230; aber wehe dem, der dann auch noch damit Geld verdienen will. Service: JA &#8211; Kontextsensitive Ads: Nein. &#8211; Ich kann es verstehen, wenn Benutzer sich selbst dagegen entscheiden und technische Maßnahmen ergreifen, Werbung zu blockieren. Das muss jeder selbst entscheiden. Aber sich darüber aufzuregen, dass es Unternehmen überhaupt wagen, Werbung zu platzieren? Das geht mMn nicht. Die Unternehmen finanzieren uns solche Services, Unternehmen treiben Innovation an, Wettbewerb schafft Arbeitsplätze und sichert soziale Grundlagen.</p>
<p>Aber wenn Ministerinnen sich mit Kindergarten-Argumenten versuchen, Aufmerksamkeit zu verschaffen, wenn Sie Moralpolizei und Medienökonom in einer Person sein wollen, dann geht verliert die Debatte alle Substanz. Denn die Debatte selbst, ist wichtig. Privatsphäre, Datenschutz, Informationspolitik &#8211; all diese Dinge sollten diskutiert werden, aber vielleicht von Medienkompetenten Personen, sonst verläuft das wie eine Steuersenkungsdebatte morgens am Kiosk&#8230;</p>
<ul>
<li>Es sollten klare gesetzliche Grundlagen für öffentliches Fotografieren und Filmen geschaffen werden (z.B. die maximale Höhe)</li>
<li>Es sollte Gesetze geben, die KLAR und eindeutig <a title="WLAN rechtliche Grauzone" href="http://www.padersolutions.de/wordpress/2010/04/22/google-street-view-erneut-in-der-kritik-deutscher-behorden-informationen-uber-private-wlan-netze-gesammelt/" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.padersolutions.de/wordpress/2010/04/22/google-street-view-erneut-in-der-kritik-deutscher-behorden-informationen-uber-private-wlan-netze-gesammelt/?referer=');">Bestimmungen zu WLAN</a>s festlegen</li>
<li>Privacy- und Sicherheitseinstellungen von Social Networks sind von der Gesetzesgebung des jeweiligen Landes des Betreibers abhängig. Da wie eine <a href="http://images.google.de/images?hl=de&amp;q=zensursula&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;source=og&amp;sa=N&amp;tab=wi" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/images.google.de/images?hl=de_amp_q=zensursula_amp_um=1_amp_ie=UTF-8_amp_source=og_amp_sa=N_amp_tab=wi&amp;referer=');">Zensursula</a> mit nationalen Bestimmungen zu poltern ist peinlich. Und ich glaube auch, dass für Facebook nicht von Nachteil wäre, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,687498,00.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0_1518_687498_00.html?referer=');">wenn Frau Aigner dort austreten würde</a>.</li>
</ul>
<p>Ein abschließender Punkt zur Street View-Debatte: Ja, die Wahrheit ist, <a href="http://www.3sat.de/nano/news/90120/index.html" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.3sat.de/nano/news/90120/index.html?referer=');">dass Google Street View auch missbraucht werden kann</a>. Man kann Menschen ausspionieren, evtl. in Gärten sehen und Einblicke erhalten, die vorher nur kaum möglich waren. Das ist definitiv so. Wenn man nun aber auf dieser Grundlage argumentiert, dann sollte man sich klar machen, dass JEDE neue Technologie Missbrauch noch einfacher macht: Mobiltelefone können abgehört und geortet werden, ISPs können per Gerichtsbeschluss Deine Verbindungsdaten abgeben, Kreditkarten verraten Finanztransaktionen, Autos ermöglichen die Flucht bei einem Banküberfall, GPS-Daten dienen der Kriegsführung, Social Networks helfen Stalkern,  eMail machte SPAM erst geschäftsfähig,  &#8230; etc.</p>
<p>Dennoch hat sich all dies durchgesetzt, denn der Mehrwert war größer als das damit verbundene Risiko. Und so wird das auch mit Street View sein, Paranoia und moderate Kritik sind bis zu einem gewissen Maße gesund, aber irgendwann kann sich so etwas schnell zu innovationsblockierendem Populismus entwickeln.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Trendwhore-Marketing. Die Auswertung:</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2008 09:47:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jon</dc:creator>
				<category><![CDATA[so klappts nicht]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
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		<category><![CDATA[online geld verdienen]]></category>
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		<category><![CDATA[trendwhore]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; Muss man mehr sagen? Durch die kleinen Eintrag am 11.10. zum Thema &#8220;Prison Break&#8221; sind die Besucherzahlen schnell auf das ca. 360% des Üblichen angewachsen. Test bestanden &#8211; und beendet. Und hier nochmal ganz langsam: Aktuelles Thema herauspicken Thema analysieren Über einen Bereich schreiben, der noch nicht umkämpft ist, aber irgendwann sein wird Erster [...]]]></description>
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<p><img class="aligncenter" title="trendwhore marketing" src="http://weltherrschaft.com/images/trendwhore_marketing.png" alt="" width="512" height="400" /></p>
<p>&#8230; Muss man mehr sagen? Durch die kleinen Eintrag am 11.10. zum Thema &#8220;Prison Break&#8221; sind die Besucherzahlen schnell auf das ca. 360% des Üblichen angewachsen. Test bestanden &#8211; und beendet.</p>
<p>Und hier nochmal ganz langsam:</p>
<ol>
<li>Aktuelles Thema herauspicken</li>
<li>Thema analysieren</li>
<li>Über einen Bereich schreiben, der noch nicht umkämpft ist, aber irgendwann sein wird</li>
<li>Erster sein. Von Google hoch ranken lassen.</li>
<li>Warten bis das Thema aktuell ist.</li>
<li>Traffic kassieren</li>
<li>Traffic monetarisieren</li>
</ol>
<p>Übrigens ist <a href="http://www.google.com/insights/search/#cat=3&amp;q=tv%20series%20heroes&amp;geo=GB&amp;date=today%203-m&amp;cmpt=q" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.google.com/insights/search/_cat=3_amp_q=tv_20series_20heroes_amp_geo=GB_amp_date=today_203-m_amp_cmpt=q?referer=');">HEROES momentan auch ein ganz heisses Thema</a>, vorallem in UK.</p>
<p>Nehmen wir an, ein Webmaster einer bekannteren Website hat täglich ca. 1000 Besucher. Wenn dieser z.B. in jedem seiner Posts Google AdSense schaltet und eine durchschnittliche Klickrate (CTR) von 4% hat (nicht optimiert, ich weiß selbst, dass es weitaus besser geht&#8230;), so nimmt dieser bei durchschnittlichen Klickeinnahmen von 20 (Dollar)Cent, regulär 1000 x 0,04 x 0,2$ = 8$ am Tag ein. Nothing special.</p>
<p>Durch eine kleine Trendwhore-Marketing Kampagne kann dieser nun schnell auf das vielfache dessen kommen &#8211; wie in meinem Fall auf ungefähr 360% des Üblichen. Und 30-50$ am Tag sind, wenn man es auf den Monat rechnet, gar nicht so zu verachten, wenn man überlegt, dass wir hier von Peanuts reden.</p>
<p>Das ganze ist natürlich auch eine Michmädchen-Rechnung: Man verliert seine Stamm-User, man rennt Trends hinterher, man macht nichts eigenes, etc. aaaaber: Anscheinend klappt das ganz gut.</p>
<p>Aber momentan bleibt weltherrschaft.com erstmal frei von Werbung &#8211; und wird auch garantiert keine Trendwhore. Denn so wird das nichts mit der Weltherrschaft &#8211; da muss man früher aufstehen.</p>
<p>haut rein,</p>
<p>Jon</p>
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